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Dienstag, 8. März 2011

Von der Traufe in den Regen

Karneval steht vor der Tür –
da kann er gerne bleiben!
Ins Haus laß ich ihn nicht zu mir.
Ich möcht ihn gern vertreiben!

Doch mein Gegner bleibt der Sieger,
kann länger hier nicht bleiben!
Ich besteige einen Flieger
und sag adieu zum tollen Treiben.

Nun sitz ich hier schon seit vier Tagen
am matschgen Sandstrand, und es regnet.
Hätte sollen vorher fragen,
womit Petrus mich hier segnet!

Mittwoch, 2. Juni 2010

Den Wind zum Feinde

Ich blickte durchs Glas der Ferne,
wobei am Fenster ich stand,
betrachtend den Mond und die Sterne
und hell erleuchtetes Land.
Die Winde mein Tun bald entdeckten,
sie trieben mir Wolken hierher,
bis ganz sie den Himmel bedeckten,
auf daß ich hier sähe nichts mehr.

Die Freundin und ich, wir gingen
spazieren, doch nicht allzu lang:
Gar düstere Wolken verfingen
sich oben, voll nässendem Drang.
Eröffnet die himmlischen Schleusen,
vergessen zu Hause der Schirm,
endete hier unser Reisen,
um nicht noch im Dunklen zu irrn.

Ich malte gerade an Bildern,
wie stets, so auch diesmal im Frein;
da fiel etwas, flüssig und silbern –
und auf meine Kunstwerke drein!
Ich spürte mich unwillens lauschen
nach dem, der den Scherz mir gemacht.
Ich hörte es fast aus dem Rauschen:
Der Wind, wie er über mich lacht!