Nahezu völlig unbekannt ist der Heilige Sinmano, der spanische Patron all derer, die eine oder mehrere Hände verloren haben. Die Legende besagt, daß besagter Heiliger einmal vom Zorne Gottes in Form eines Blitzes getroffen wurde und daher seiner rechten Hand verlustig ging, mit der er gerade fleischlichen Gelüsten nachzugeben anstand. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade Bischof in Toledo unter dem Gotenkönig Rekkared I. (586–601). Seit jenem Vorfalle war er ein überzeugter Gegner manueller Selbstbefriedigung und ließ fortan diverse Mätressen und Meßdiener diese anstrengende und gotteslästerliche Arbeit übernehmen. Eine weniger schmeichelhafte Überlieferung jedoch besagt, daß Sinmano, der im wahren Leben Hunulf hieß, recht ungeschickt im Umgange mit dem Mühlsteine war und seine Hand unter einem solchen Trumm zerquetscht wurde, als ihm das warten auf das Mehl wieder zu lange dauerte.
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Dienstag, 8. Januar 2013
Samstag, 18. Februar 2012
Donnerstag, 17. November 2011
Elisabethenblätter
Im saarländischen Blieskastel verehrt man heute noch die heilige Elisabeth, die sich ganz ihrem Klostergärtchen widmete. Besonders stolz war sie auf ihren Ahornbaum, auf dem ihr eines Tages sogar eine Marienerscheinung zuteil geworden sein soll. Daraufhin begann sie, jedem Blatte ihres Baumes den Namen eines Heiligen oder Seliggesprochenen zu geben und diese dann im Herbste einzusammeln und zu archivieren. Leider war es ihr nicht alljährlich vergönnt, jedem Heiligen oder Seliggesprochenen ein Blatt zu widmen, da der Baum wuchs und Blätter an anderen Stellen heraussprossen. Als mathematisch Begabte blies Elisabeth aber nicht Trübsal, sondern begann, Statistiken über die Häufigkeit bestimmter Heiligenblätter zu führen. Nach ihrem Tode führten die Blieskasteler ihr Werk fort, bis dereinst der Ahornbaum seinerseits das Zeitliche segnen wird. Im Schaukasten wird jeden Herbst bekanntgegeben, wer sich zu den Top-Heiligen von Blieskastel zählen darf.
Donnerstag, 15. September 2011
Unbekannte Heilige. Teil 1

Fast vergessen ist der Heilige Decapitatus, dessen Andenken die katholische Kirche am heutigen Tage feiert. Geboren wurde er im Jahre 275 pünktlich zur Ermordung des römischen Kaisers Aurelian und starb pünktlich zu seiner eigenen Ermordung im Jahre 305. Der Bischof von Iuvavum erreichte er in der alternativen Wundbehandlung eine gewisse Berühmtheit, indem er Verletzten Salz in ihre Wunden streute. Daher wurde er nach seiner Heiligsprechung im Jahre 998 durch Papst Gregor V. vor allem von Kranken mit offenen Wunden angerufen, daß er ihnen um Himmels willen fernbleiben sollte. Er wurde der Legende nach im Laufe der diokletianischen Christenverfolgung am 15. September 305 geköpft, weil er sich weigerte, einen heidnischen Soldaten der kaiserlichen Armee mit geweihräuchertem Wundsalz zu behandeln und statt dessen einfaches Kaliumnitrat aus dem Pökelfaß nahm. Wo seine sterblichen Überreste genau bestattet wurden, ist nicht bekannt, jedoch sollen sich Reliquien dieses Heiligen im Salzburger Dom befinden, wo er bis heute eine gewisse Verehrung erfährt.
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