Hüben (HRR) wie drüben (Byzanz) waren Liebeshochzeiten unüblich. Sollte eine junge Maid einem Gatten zugeführt werden, so wurden erst einmal Brautwerbungsbilder an Gemahlskandidaten versendet. War eine junge Dame nicht bereit zum Ehegelübde, foppte sie bisweilen den sie porträtierenden Maler mit allerhand Grimassen, um möglichst häßlich und abstoßend zu wirken.
Donnerstag, 12. April 2012
Freitag, 6. April 2012
Edgar-Wallace-Filme, die nie gedreht wurden. Neunter Teil:

Helle Aufregung in Goose Down Castle! Lord Beirut (Hubert von Meyerinck) wurde ermordet – erstickt mit einem curryfarbenen Kopfkissen (rot, sehr scharf), das er nebst Plumeau zum Andenken an seine Militärzeit in Indien als Abschiedsgeschenk erhielt. Zur Testamentseröffnung findet sich neben dem kauzigen Familienanwalt Ferdinand Ferry (Rudolf Schündler) die komplette zehnköpfige Familie im Manor ein, und bald schon stellt sich heraus, daß die Familienmitglieder einander hassen wie die Pest. Ausgerechnet sollen sie nun auch noch gemeinsam das Federbett mit den goldenen Daunen im Schloß suchen! Voneinander angewidert zerfällt das kleine Verwandtentrüppchen jedoch bald, und nachdem auch noch der Strom ausgefallen und Goose Down Castle durch einen Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten ist, tappen die potentiellen Erben im Wortsinne im Dunkeln. Und damit nicht genug: Einer nach dem anderen fällt einem unheimlichen Mörder zum Opfer, zunächst die älteste Nichte des Lords, Dame Deborah (Eva-Ingeborg Scholz). Doch während zunächst ihr Ehemann, der ebenso geldgierige wie untreue und amerikanische Jonathan Noxworth (Pinkas Brown) dieses Mordes verdächtigt wird, ist spätestens, nachdem auch er ermordet unter einem curryfarbenen Kopfkissen (gelb, medium) aufgefunden wird, klar: Hier verrichtet jemand anderes sein schändliches Werk! Steckt der wahnsinnige Butler (Klaus Kinski) hinter den Morden? Hat Ferry etwas zu verbergen? Oder will die Witwe des Toten, Lady Rosalind (Ilse Steppat) ihrem Sohne (Jan Hendriks) einen möglichst großen Anteil am Erbe dadurch sichern, daß sie die Konkurrenz aus dem Wege räumt? Doch bis die verbliebene Verwandtschaft hinter die Muster der Morde und der Kopfkissenbezüge und damit auf die Spur des goldenen Plumeaus kommt, müssen noch einige ihr Leben lassen…
Donnerstag, 5. April 2012
Dienstag, 20. März 2012
Donnerstag, 8. März 2012
Carola von Abwasch-Flause und Carl Georg Friedrich Theobald von und zu Hohenrössern geben hochadelige Haushaltstips. Teil 4
Droht Ihre Wohnung wieder einmal im Staube zu ersticken? Das Personal hat gerade seinen freien Tag bzw. wurde noch nicht eingestellt? Selbst zum Feudel zu greifen erscheint Ihnen aber auch zu bourgeois? Nehmen Sie doch einfach Schallplatten! Sie wissen schon: Diese unhandlichen, schwarzen Scheiben aus Polyvinylchlorid mit einem mal mehr, mal minder großen Loch in der Mitte und den schneckenförmigen Rillen. Früher haben Sie sich immer darüber geärgert, daß diese Dinger zu viel Platz im Schrank wegnahmen und ständig zugestaubt waren; heute sollten Sie diese Eigenart in Ihrem Sinne gebrauchen: Einfach in jedem Zimmer zwei bis drei Schallplatten in die Ecken legen oder stellen, und sogleich wird der Staub magisch von ihrer elektrostatischen Aufladung angezogen. Bereiten Sie sich selbst ein wenig Kurzeweil mit der Beobachtung und Buchführung, wieviel Staub sich auf welcher Platte bereits abgelagert hat und erstellen Sie sich daraus ihre eigene Schlagerparade! Fragen Sie bei Ihrer hochadeligen Standesfreundin Stéphanie von Monaco nach, ob sie eventuell aus der Zeit ihrer kurzen Musikantenkarriere noch ein paar goldene Schallplatten übrig hat und verleihen Sie diese an jene Platte, die als erstes erfolgreich eine ganze Staubmaus auf sich bilden konnte! Erleben Sie, warum auch die jüngere Generation wieder auf Vinyl „abfährt“, denn: So viel Vergnügen kann eine gewöhnliche Compact Disc niemals bereiten!Donnerstag, 1. März 2012
Denn sie vergessen nicht
Elefanten und Asphalt haben viele Gemeinsamkeiten, so etwa die Farbgebung und ihre rissige Oberfläche, an der jeglicher Hautcremehersteller verzweifelt. Aber auch in Sachen Gedächtnis sind sich die beiden äußerst ähnlich: Auch der Straßenbelag vergißt niemals, wer ihm einmal Übles antat, und die Erinnerung daran brennt sich ihm unauslöschlich ins Gedächtnis.
Dienstag, 21. Februar 2012
Samstag, 18. Februar 2012
Donnerstag, 9. Februar 2012
Donnerstag, 2. Februar 2012
Irrwege des Automobilbaus

Nur wenigen bekannt ist die kurze Zusammenarbeit des Hannoveraner Nutzfahrzeugherstellers Hanomag mit den exzentrischen Franzosen von Citroën. Da es den deutschen an einem leichten Nutzfahrzeug in annehmbarer Limousinengröße mangelte, wurde ein einfacher Citroën 2CV mit einem verstärkten Rahmenleiter ausgestattet und erhielt einen kräftigen Dieselmotor mit 52 PS. Mit nunmehr 2,5 Tonnen Leergewicht hatte dieses pfiffige Wägelchen ein zulässiges Gesamtgewicht von nicht weniger als 6,4 Tonnen und konnte überdies immer noch vom franzöischen Landvolke als mobile Eierschaukel genutzt werden. Leider war diese Zusammenarbeit nur von kurzer Dauer, da schon bald darauf Citroën von Peugeot übernommen wurde und Hanomag von Massey Ferguson. Einer der fünf bekannten Prototypen von damals ist – wenngleich auch von seinem derzeitigen Eigner ein wenig verbastelt – auf diesem Bild zu bewundern.
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