Donnerstag, 6. Mai 2010

Edgar-Wallace-Filme, die nie gedreht wurden. Dritter Teil:


Im Hausmüll von Dustbin Castle werden die zerstückelten Leichen zahlreicher Umweltaktivisten gefunden – stets in der gelben Tonne. Wie fanden sie den Tod und warum landeten sie ausgerechnet im Abfallbehälter dieses hochherrschaftlichen Anwesens? Sir John (Siegfried Schürenberg) ist außer sich: Sein bester Mann, Kommissar Harold Deepbury (Klaus Kinski) fällt just, als er kurz vor der Aufklärung seines Falles steht, einem Mordanschlag zum Opfer, so daß dessen Freund und Kollege Henry Dragonfly (Heinz Drache) die Ermittlungen alleine weiterführen muß, wobei sich ihm allerdings ungeahnte Hindernisse in den Weg stellen: Da wäre zunächst schon der Besitzer von Dustbin Castle, der skrupellose Dusty Abbort, dreizehnter Earl of Mud (Pinkas Braun), der die ganze Welt in eine Mülldeponie verwandeln will. Auch nicht viel hilfreicher ist der Onkel des Earls, Lord James (Walter Rilla), der nur allzu zurückhaltend ist, um unverdächtig zu sein. Und was hat Dustys Mutter (Lil Dagover) mit den Morden zu tun? Welche Rolle spielt ihr Neffe, Abborts Cousin und zugleich der Familienanwalt, Sir Francis Edre (Hans Clarin), dessen Sekretär Mark Foolspy (Harry Wüstenhagen) sich immer an den unmöglichsten Orten herumdrückt? Wieso wird plötzlich die harmlose Fischverkäuferin Anne Smell (Elisabeth Flickenschild), die so gerne während ihrer Arbeit singt, mit dem Tode bedroht? Und welches Geheimnis versucht ihre Nichte Sarah Darkman (Sabina Sesselmann) hinter ihren stets übellaunigen Gesichtszügen zu verbergen? Eine harte Nuß für Scotland Yard!

Filme, die nie gedreht wurden und deren Anspielungen heute sowieso kein Mensch mehr verstünde

Mittwoch, 5. Mai 2010

Kleiner Tip für Schlankheitswahnsinnige


Eine schlanke Linie ist nicht nur eine Frage der Figur und der Kleidung, es kommt auch darauf an, wer neben einem steht; das gilt für Menschen ebenso wie für Schornsteine.

Dienstag, 4. Mai 2010

Wenn man in Vorlesungen zu faul ist, sich alles aufzuschreiben. Teil 3:

Wenn Mutter Natur mal wieder schlampt

Es ist April. Später April. Auf dem Boden liegen Blätter. Blätter des vergangenen Herbstes. Man sollte wirklich meinen, Mutter Natur hätte genug Zeit gehabt, sie verwesen zu lassen; aber nein, da wird geschlampt. Und geplagte Spaziergänger müssen es ausbaden!

Montag, 3. Mai 2010

Wie man am billigsten schwarz fährt

Ich bin vor ein paar Tagen schwarz gefahren. Stundenlang. Von Trier bis nach Köln im Intercity. Mit Fahrtrichtungswechsel in Koblenz. Kontrollen entging ich durch konsequentes Einschließen in der Toilette. Bei Andernach aber bin ich endlich wieder raus aus dem stickig-stinkigen Raume, denn ich hatte herausgefunden, daß ich noch schlief und die ganze Zeit nur geträumt hatte. Und wann käme ich noch mal so billig davon?

Wir brauchen keine Eigenheimzulagen, denn:

Studienkreis Schule/Wirtschaft Nordrhein-Westfalen
Um die Eigenheimzulagen bei künftigen Bauherren einzusparen, wird der jungen Generation schon einmal vorsorglich eingeredet, es sei derzeit modern, in einer Bruchbude zu wohnen.

Sonntag, 2. Mai 2010

Quanta fames est futura!

Im Kühlschrank stehn Butter und Honig,
mein Leiden erahnen sie nicht:
Am Montag aß ich recht wenig,
am Dienstag übt ich Verzicht.

Am Mittwoch die Torten mich warben,
am Donnerstag gabs kein Verzehr.
Ach, und am Freitag verdarben
die Brote – nun hab ich nichts mehr!

Drum werd ich am Samstag backen,
Nahrhaftes kommt auf den Tisch.
Sonst werde ich sonntags noch packen
und fressen, Diätplan, dich!

Samstag, 1. Mai 2010

Die Stadt der Schönheit


Die Damen genießen ihren Aufenthalt in der „Cité de la Beauté“ in vollen Zügen. Die linke ist jedoch ein wenig mißmutig, weil sie die ganzen Prospekte tragen muß, denn im Gegensatze zu der rechten Dame hat sie ihre Brille nicht vergessen und ist somit allein in der Lage, erklärendes Schriftwerk zu lesen und den Tag zu planen. Als Rache sucht sie nur die scheußlichsten Ecken der Cité aus, was die andere aber gar nicht merkt, da sie ja ihre Brille vergessen hat.

Ovids Metamorphosen modernisiert. Teil 1:

VITA IOVIS – LETVM BOVIS


Mit Langeweile und mit Wein
im Olymp saß Zeus allein,
da seine Frau, die Hera hieß,
ihn auf Knall und Fall verließ.
Ob verletzter Eitelkeit
weilte sie bei Paris weit,
sich zu rächen am Verhöhner,
der befand die Venus schöner!
Wie gesagt, saß mit dem Wein
Zeus auf dem Olymp allein.

Daß dieses recht bald anders werde,
versucht sein Glück er auf der Erde.
Inkognito dort lustzuwandeln,
mußt erst er sich zum Stier verwandeln.

Und nach langem Suchen fand
er sie, Europa kurz genannt.
(Kürzer noch hieß sie EU,
doch das tut hier nichts dazu.)
Der Ort, wo er die Schöne sah,
das schöne Städtchen Brüssel war.

Als er sie sah, war er entzückt,
worauf er gleich ein Blümchen pflückt
und tänzelte auf grüner Weide –
dem Mädchen aber nicht zur Freude!
Verärgert in dem höchsten Maß
sie aus einer Vorschrift las:

„Wenn dem Umstand nun so ist,
daß du ein Stier aus England bist,
so gilt durch Schlachten dir der Tod –
zumindest ein Importverbot.
Denn an deinem Tanzstil seh
ich klar, daß du hast BSE!
Auch wenn dieses nicht der Fall:
Mängel hast du überall!
Der Huf zu kurz, das Horn zu lang –
noch nie gehört vom Normenzwang?
Der Kopf zu breit, die Brust zu schmal –
dem Schlachter ist das nicht egal!
Gänzlich fehlt der Nasenring –
wo kämen wir denn da noch hin?
Nein, um mir jetzt noch zu imponieren,
mußt normgerecht dich ausstaffieren!“

Sprachs und nahm ein Buch zur Hand
(es war ein Tausend-Seiten-Band):
„Nimms und lies mal dieses hier:
,Wie werd ich normgerechter Stier?‘
Außerdem noch die Broschüre:
,Was tun, wenn ich was importiere?‘“
So ließ sie nun den Zeus allein.

Der sitzt heute noch mit Wein
und Langeweil auf seinem Zimmer
und studiert das Buch noch immer!