Freitag, 30. April 2010
Eine Leiche zum Frühstück
Ich weiß nicht, ob es zum Leben eines jeden weitgereisten, weltläufigen und lebenserfahrenen Mannes gehört, daß er morgens aufwacht und neben sich eine ihm völlig unbekannte Dame liegen sieht. Das kann vorkommen. Unangenehm wird es erst, wenn sich herausstellt, daß das weibliche Wesen tot ist. Just dies widerfuhr mir neulich, und die Feststellung, mit einer Leiche mein Ruhelager zu teilen, ließ mich entsetzt hochfahren und den kalten, steifen Körper betrachten. Und es jagte mir Schauer über den Rücken, als ich bemerkte, wie ihre Hunderte Augen aus ihrem entseelten Leibe mich anstarrten. „Wie: Hunderte Augen? War das etwa eine Mutantin?“ Oh – ließ ich etwa unerwähnt, daß es sich bei der Toten um eine Wespe handelte?
Donnerstag, 29. April 2010
Die Geschäftsidee
Mittwoch, 28. April 2010
Der Streit der Mäuse
Ein Mauser und ein Mäuserich,
die stritten sich einst bitterlich
wegen eben jener Frage,
wer den rechten Namen trage.
„Es steht fest“, rief Mäuserich,
„der Mäuse Männchen, das bin ich!“
die stritten sich einst bitterlich
wegen eben jener Frage,
wer den rechten Namen trage.
„Es steht fest“, rief Mäuserich,
„der Mäuse Männchen, das bin ich!“
Zornentbrannt rief Mauser: „Nein!
Der Mäusemann bin ich allein!“
So stritt man sich in einem fort,
bösres folgt dem bösen Wort,
bis nach einer ganzen Weile
sich von oben naht die Eule.
Und ohne Rede, ohne Satz
fraß Mauser sie mit lautem Schmatz.
So beschloß allein ihr Wanst,
daß „Mäusrich“ du nur sagen kannst.
So stritt man sich in einem fort,
bösres folgt dem bösen Wort,
bis nach einer ganzen Weile
sich von oben naht die Eule.
Und ohne Rede, ohne Satz
fraß Mauser sie mit lautem Schmatz.
So beschloß allein ihr Wanst,
daß „Mäusrich“ du nur sagen kannst.
Dienstag, 27. April 2010
Edgar-Wallace-Filme, die nie gedreht wurden. Zweiter Teil:

Reinlichkeit im Mittelalter

Viele Unwissende halten das Mittelalter für eine Zeit der körperlichen Unreinheit, in der die Menschen sich in ihrem eigenen Drecke wälzten. Daß dem nicht so ist, zeigt dieses Bild, das einen mediävistischen Manne bei der Schamhaarentfernung zeigt. Leider war die Technik damals noch nicht so ausgereift, und aufgrund der langen Reibung mit dem stumpfen Messer waren oft unschöne Schwellungen der Genitalien die Folge (die aber, so munkelt man, beim weiblichen Geschlechte bisweilen höchste Verzückung hervorriefen).
Montag, 26. April 2010
Fast ein Kriminalroman…
Abenteuer in der Silvesternacht
Es war in der Neujahrsnacht, kurz nachdem das frische, unverbrauchte Jahr das alte abgelöst hatte. Laut krachte es allerorten, und buntes Licht erstrahlte hier und da für wenige Augenblicke, um wieder der Dunkelheit zu weichen. Auch die Freunde Viktor und Andreas blickten gen Himmel und ergötzten sich an dem opulenten Feuerwerke, das die Großstadt ihren Einwohnern und allen, die es miterleben wollten, bot. Sie standen inmitten des Getümmels am Flusse auf einem freien Platze, der einen vorzüglichen Blick auf das gegenüberliegende Ufer bot, wo das prächtigste aller Feuerwerke dieser Stadt abgebrannt wurde.
„Bei diesem Lärme könnte man jemanden wunderbar erschießen, man wüßte ja gar nicht, ob der Knall eine Schußwaffe oder einen Feuerwerkskörper zur Ursache hätte“, rief Viktor seinem Freunde zu.
Der aber sah lächelnd seinen Nachbarn an, dann auf etwas, was hinter diesem war, und augenblicklich verschwand sein Lächeln.
„Viktor! Da hinten ist ein Taschendieb am Werke!“
Der angesprochene sah sich um, wußte aber nicht genau, wohin er blicken sollte. Doch schon wurde er von seinem Freunde am Arme gepackt und mitgerissen.
„Der da, mit der hellen Jacke, der ist es! Halt! Stehenbleiben!“
Der Dieb jedoch dachte gar nicht daran, seine Flucht zu unterbrechen. Er bahnte sich eine Gasse durch die Menge, und die Menschen, die er gerade beiseite gestoßen hatte, blickten ihm verwundert hinterher und versperrten den beiden Freunden den Weg. Der Abstand zwischen ihnen und dem Diebe wurde immer größer, bis er schließlich im lärmgetränkten Dunkel der Nacht entkam.
Kein schöner Aufbruch in ein neues Jahr!
Die Legende von Laura & Uli

Schriftlicher Beweis des unsteten Verlaufes einer Sandkastenliebe: Erst liebten sich Laura und Uli heiß und innig und taten dies vermittels Kreide auf einer Straße kund. Ein übler Streit ließ sie die Liebesurkunde zornig durchkrakeln. Nach bald erfolgter Versöhnung war daher ein neuer Schriftsatz vonnöten.
Sonntag, 25. April 2010
Samstag, 24. April 2010
Unerwartete Schlafprobleme
Die Landstreicherei wird in Schlagern gern als leichtes Leben dargestellt, aber sogar die Suche nach einem geeigneten Feldbett artet allzu leicht in harte Arbeit aus, und nicht selten hört man morgens die Gammler sagen: „Ich fühle mich wie gerädert!“
Die Qual der Wahl
Nescitis quā horā Dominus veniet…
Eine ehemalige Kommilitonin von mir mußte dereinst, um ihre perniziöse Anämie loszuwerden, bitterböse Pillen schlucken, die im schlimmsten Falle sogar den Tod als „Nebenwirkung“ zeitigen konnten.
Das nenne ich die geballte Vielfalt des Lebens: Pille nicht nehmen und wahrscheinlich sterben oder Pille nehmen und vielleicht sterben. Und schließlich ganz bestimmt sterben.
P.S.: Falls jemand fragen sollte: Die Überschrift ist der Aufschrift des Trierer Domes entnommen.
Das nenne ich die geballte Vielfalt des Lebens: Pille nicht nehmen und wahrscheinlich sterben oder Pille nehmen und vielleicht sterben. Und schließlich ganz bestimmt sterben.
P.S.: Falls jemand fragen sollte: Die Überschrift ist der Aufschrift des Trierer Domes entnommen.
Freitag, 23. April 2010
Wohin mit dem Schrott?
Filmklassiker in neuem Gewande
Donnerstag, 22. April 2010
Edgar-Wallace-Filme, die nie gedreht wurden. Erster Teil:

Aber was ist mit dem nicht minder rätselhaften Diener seiner Lordschaft, William Ninel (Eddi Arent), der seinem Herrn stets Hagebuttentee servieren muß („Ja – das macht Freude!“)? Oder mit dem neugierigen Chauffeur Michael Votolom (Jan Hendriks), der auffälligerweise immer die Toten findet, obwohl dies ja eigentlich die Aufgabe des undurchschaubaren und offenbar geistesgestörten Gärtners Frederic Slegne (Klaus Kinski) wäre.
Bliebe noch die naive Nichte des Lords, Rose Grubmexul (Brigitte Grothum), die aus Mexiko kommend gerade ihre Ferien bei dem Bruder ihrer Mutter verbringt, zusammen mit ihrem Verlobten Carlo Xram (Christopher Lee) – weiß sie etwas? Sir John (Siegfried Schürenberg, wer sonst) hat seinen besten Mann auf den Fall angesetzt: John Maynard Keynes Jr. Jr. Jr. (Joachim Fuchsberger), der zunächst im Dunkeln tappt, bis ihn der gewaltsame Tod des greisen Earl Grey (Fritz Rasp) endlich auf die richtige Spur bringt…
Bliebe noch die naive Nichte des Lords, Rose Grubmexul (Brigitte Grothum), die aus Mexiko kommend gerade ihre Ferien bei dem Bruder ihrer Mutter verbringt, zusammen mit ihrem Verlobten Carlo Xram (Christopher Lee) – weiß sie etwas? Sir John (Siegfried Schürenberg, wer sonst) hat seinen besten Mann auf den Fall angesetzt: John Maynard Keynes Jr. Jr. Jr. (Joachim Fuchsberger), der zunächst im Dunkeln tappt, bis ihn der gewaltsame Tod des greisen Earl Grey (Fritz Rasp) endlich auf die richtige Spur bringt…
Mittwoch, 21. April 2010
Zu Beginn oder: Danksagungstip für Logophobe
Wer (wie ich) nur ungern Reden hält, dazu noch, wenn sie aus einem bestimmten Anlasse reichlich Lobhudeleien einer anwesenden Person beinhalten sollen oder müssen, um unangenehme Verstimmungen zu vermeiden, ist für jede Abkürzung eines solchen öffentlich vorgetragenen Wortschwalles dankbar.
Am besten sind für solche Preisungen die Damen und Herren Eltern geeignet: Ihnen kann man eine Ehrung zuteil werden lassen, die ebenso kurz wie wahr ist und außerdem auch noch der zwingenden Logik der Biologie Rechnung trägt: „Ohne meine Eltern wäre ich nicht.“
Punktum.
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